Salz ist nicht gleich Salz: Kräutersalz herstellen mit Kräuterpädagogin Eunike Grahofer im PBZ.
17.09.2026
17.09.2026
Dass nicht jedes Salz gleich ist und es feine geruchs- und geschmackliche Unterschiede gibt, bewiesen die Bewohnerinnen und Bewohner des PBZ Waidhofen/Thaya gemeinsam mit ihrer Ehrenamtlichen und Kräuterpädagogin Eunike Grahofer.
Um Kräutersalz der besonderen Art herstellen zu können, braucht man monatelange Vorbereitung, die Pflege der Kräuter, etwas Wasser und viel Liebe dazu. All das hatten die Kräuter im PBZ-Garten. Sie wurden großgezogen, geerntet, in Büschel zusammengebunden, langsam getrocknet und für diesen besonderen Vormittag mit Eunike Grahofer sorgfältig aufbewahrt.
Normales Salz geschmacklich so zu perfektionieren, gelingt nicht jedem, und darum können die Bewohnerinnen und Bewohner des PBZ auch sehr stolz darauf sein. Mit Fingerspitzengefühl wurden die getrockneten Kräuter von Thymian, Bohnenkraut, Salbei, Majoran, Liebstöckel, Basilikum und eine besondere Zutat von Knoblauch gerieben, zerkleinert und fein zermahlen. Die grüne Mischung wurde portioniert unter das Salz gerührt und in Gläsern verpackt. Beim Mahlen waren nicht nur Damen, sondern auch geschickte Männer dabei, die es mit dem feinen Gehalt des Mahlergebnisses sehr genau nahmen.
Das Salz darf zwar noch bis zu drei Wochen rasten, damit sich die ätherischen Öle mit dem Salz verbinden können, doch wurde es auch gleich auf einem frischen Butterbrot verkostet. Schließlich muss die Qualität einfach passen. Von allen für perfekt befunden, wanderte das nun sehr grünliche Salz in die Gläser. Diese wurden gut verschraubt, damit auch der wichtige Gehalt an Düften nicht verloren geht.
Etwas Wichtiges haben alle von Eunike Grahofer gelernt: Die Kräutermischung schmeckt und riecht nicht nur gut, sondern verbreitet durch ihre intensiven Kräuteraromen auch einen angenehmen Duft. Die Bewohnerinnen und Bewohner nahmen die gemeinsamen Stunden als wohltuende Vorbereitung auf die Herbstzeit wahr. So brauchen sich Bewohnerinnen und Bewohner, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie das Betreuungsteam vor den kälteren Herbsttagen nicht zu fürchten.
Alle Bewohnerinnen und Bewohner konnten ein eigenes Glas Kräutersalz mitnehmen und dieses im Zimmer oder Kasten noch bis zu drei Wochen reifen lassen.
„Je länger, desto besser“, lautet das Rezept und ist die Garantie für den besten Geschmack, so Kräuterpädagogin Eunike Grahofer.
Das nächste Treffen steht dann im Zeichen von Magenbitter, Kräuterschnaps und Likör, um den Winter gut zu überstehen.
Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das gesamte Team freuen sich schon sehr und werden sicher wieder tatkräftig mithelfen.